ElringKlinger AG

Posted By sw_admin / 20. August 2014 / / 0 Comments

Dettingen/Erms
Kategorie: Große SCHULEWIRTSCHAFT-Starter – 1. Platz

Power4School: In diesem Projekt dürften die Teilnehmenden zunächst Energieumwandlungsketten entdecken und später selbst aktiv werden.

Nachdem sie sich im Physikunterricht mit dem Thema Energieumwandlung beschäftigt haben, setzen die Schülerinnen und Schüler ihr erlerntes Wissen in der Ausbildungswerkstatt von ElringKlinger um. Im Rahmen der „Power4School“ bauen sie etwa eine Handyladestation. Wir sprachen mit der Personalerin Anna Fröhlich über die Projekte und das Engagement von dem Unternehmen.

  1. Was motiviert Sie, sich in der Zusammenarbeit mit Schulen zu engagieren?

Wir sehen in den Schülern potentielle Azubis bzw. duale Studenten. Daher möchten wir den Jugendlichen bereits frühzeitig eine Chance geben, Einblicke in ein Unternehmen zu erhalten, damit sie später eine Entscheidung für einen Beruf treffen können (Stichwort: Berufsorientierung). Die Schüler sollen sich bewusst für einen Ausbildungsberuf/ein Studium entscheiden und erfahren, wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Dabei wollen wir die Jugendlichen unterstützen.

  1. Mit was für Projekten engagieren Sie sich in den Schulen?
  • Projekt Power4School und IT2School
  • Bewerbertraining an verschiedenen Schulen
  • Schüler-Ingenieur-Akademie
  • Berufswahlkompass Metall
  • Betriebsbesichtigungen mit Workshop im Rahmen von Schule trifft Wirtschaft
  • u.v.m.
  1. Auf welche Aktivität sind Sie besonders stolz?

Auf die Umsetzung des Projekts Power4School mit der Klassenstufe neun des Gymnasiums in Münsingen. Innerhalb des Physikunterrichts werden unterschiedliche Stationen zu Energieumwandlungsprozessen bearbeitet (zwei-drei Monate). Daraufhin kommen die Schüler zu uns in die Ausbildungswerkstatt. Hier dürfen sie die bearbeiteten Stationen vorstellen, lernen die Ausbildungsberufe kennen und bearbeiten innerhalb von drei Tagen zusammen mit den Azubis ein Projekt, z.B. den Bau einer Handyladestation, bei welcher durch das Treten eines Fahrrads ein Handy aufgeladen werden kann (Bau eines Fahrradständers, Handyhalter mit 3D-Druck und Vermarktung des Fahrrads (ebenfalls Eigenbau)).

  1. Wie haben Sie dieses Projekt entwickelt, d.h. wie sind Sie innerhalb des Unternehmens grob vorgegangen und wen haben sie dabei einbezogen (Kollegen, Lehrer, Schüler usw.)?

Zunächst haben wir eine Partnerschule aus der Region ausgewählt, mit der wir das Projekt starten wollten. Nachdem die Rektorin zugestimmt hatte, haben ein Lehrer und ich bei uns im Unternehmen eine Schulung besucht, um das notwendige Wissen zu erhalten. Nach der Schulung entwickelten wir einen Projektfahrplan und planten die Praxistage im Unternehmen.

  1. Welche Schwierigkeiten gab es während des Prozesses?

Die größte Schwierigkeit während des Prozesses war die Koordination zwischen Lehrer, Unterricht, Ausbildungswerkstatt und Azubis.

  1. Wie stellen Sie eine langfristige und nachhaltige Zusammenarbeit mit der Schule bzw. den Schulen sicher?

Wir versuchen nicht nur einmalige, sporadische Aktivitäten mit Schulen zu verabreden, sondern wiederkehrende Aktionen, sodass ein fester Rhythmus (z.B. jährlich) erkennbar ist und nicht nur eine Klassenstufe profitiert. Außerdem ist uns wichtig, dass die Projekte mit den Schulen kontinuierlich verbessert werden. Dafür fordern wir von den Schülern und Lehrern Feedback und Verbesserungsvorschläge ein, sodass wir das Projekt im nächsten Jahr optimieren können. Teilweise werden (Kooperations-) Vereinbarungen geschlossen, in denen die gemeinsame Zusammenarbeit festgehalten wird. Wir nehmen an den gemeinsamen Ausbilderrunden teil, in welchen Probleme und Entwicklungen bei den Schulen und in den Unternehmen aus der Region angesprochen werden. Es können gemeinsam Lösungen gefunden sowie neue Projekte entwickelt und gestaltet werden.

  1. Was ist die Resonanz dieses Projektes innerhalb ihres Unternehmens?

Das Projekt Power4School erzielt eine hohe Resonanz bei uns im Unternehmen. Der Personalleiter war selbst bei den Präsentationen der Schüler anwesend und zeigte so Interesse daran. Außerdem wurde aufgrund dieses Projektes die Kursstufe 1 des Gymnasium Münsingen zur Hauptversammlung eingeladen.

  1. Welche Tipps würden Sie anderen Unternehmen geben, die ähnliche Projekte planen?

Ein Tipp ist mit verschiedenen Schulen zu kooperieren, sodass viele Schulen die Chance haben, von guten Projekten zu profitieren. Außerdem ist eine große Ausdauerfähigkeit notwendig: Projekte mit Schulen benötigen meistens einen langen Vorlauf, da das Projekt mit dem Unterricht abgestimmt werden muss. Außerdem empfehlen wir für die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen aus der Region offen zu sein, denn so können z.B. auch kleinere Unternehmen große Projekte starten.

Hier finden Sie weitere Informationen zur ElringKlinger AG  (www.elringklinger.de) und den Projekten (facebook.com/elringklinger).

 

 

 

Comments

No comments

Leave a reply

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *