Hilti GmbH Industriegesellschaft für Befestigungstechnik

Posted By sw_admin / 29. Januar 2015 / / 0 Comments

Kaufering
Kategorie: Mittlere Unternehmen – 2. Platz

Lernen durch Lehren stärkt die Selbstlernkompetenz. Hilti ermöglicht es, Fähigkeiten zu entdecken und zu reflektieren.

Das Projekt “Schule & Werte” fördert die berufliche Orientierung der Schülerinnen und Schüler, verbessert ihre soziale sowie persönliche Entwicklung und erleichtert ihnen den Start ins Berufsleben. Auszubildende trainieren mit „Reciprocal Teaching“ (Lernen durch Lehren) Lernstrategien, um Wissen selbstständig zu erschließen, aufzubereiten und zu präsentieren.

Im Interview mit Ernestine Steckenleiter (Bereichsleiterin Aus- und Weiterbildung) haben wir noch mehr über die Arbeit von Hilti erfahren:

  1. Was motiviert Sie, sich in der Zusammenarbeit mit Schulen zu engagieren?

Die Auswahl des richtigen Berufs, eigene Talente entdecken und selbst herausfinden, was einem Spaß macht – das sind herausfordernde Fragen, vor denen junge Menschen vor dem Eintritt ins Berufsleben stehen. Wir möchten den Schülerinnen und Schülern Orientierungshilfe bei diesen grundlegenden Entscheidungen geben und ihnen einen Einblick ins Arbeitsleben ermöglichen.

 

  1. Mit was für Projekten engagieren Sie sich in den Schulen?
  • Girls’ Day Akademie (Das Projekt richtet sich an Mädchen der 7.-10. Jahrgangsstufen und soll die Technikförderung von Mädchen in den Schulen verankern.)
  • P-Seminar (Projekt-Seminar zur Studien- und Berufsorientierung, ist Teil der gymnasialen Oberstufe in Bayern)
  • Come with (me)  (Schülerinnen und Schüler erstellen z. B. mit Hilfe von Auszubildenden ein Werkstück  – eine Initiative der Metall- und Elektroindustrie)
  • Praktikum für Flüchtlinge
  • Bewerbertraining
  • Teilnahme an Berufsinformationstagen
  • Unterrichtsbeitrag zum Thema Projektmanagement und Präsentation in Vorbereitung auf eine Projektarbeit
  • Betriebsbesichtigungen

 

  1. Auf welche Aktivtäten sind Sie besonders stolz?

Besonders stolz sind wir auf

  • den „Bau einer Nebelkammer“ mit dem Dominikus-Zimmermann-Gymnasium, Landsberg (im Rahmen des P-Seminars)
  • die Girls‘ Day Akademie, einer Kooperation mit der Realschule Kaufering
  • und den Schnuppertag im Dialogmarketing als Azubi-Projekt

 

  1. Wie haben Sie das Projekt Schnuppertag im Dialogmarketing entwickelt und wen haben sie dabei einbezogen (Kollegen, Lehrer, Schüler usw.)?

Wir bilden seit einigen Jahren den Beruf Kaufmann/-frau für Dialogmarketing aus und stellen immer wieder fest, dass dieser Beruf vielen unbekannt ist. Sowohl Eltern als auch Schüler können sich darunter nichts vorstellen. Deshalb entstand die Idee, einen speziellen Schnuppertag in den Ferien anzubieten. Die komplette Planung, Organisation und Durchführung haben wir den Auszubildenden als Projekt übertragen.

 

  1. Was erwartet die Schülerinnen und Schüler bei diesem Schnuppertag?
  • Kennenlernen des Unternehmens und der Ausbildung
  • Einblick in den Kundenservice
  • Testen unserer Hilti Geräte in der Praxishalle
  • Erfahrungsaustausch mit Mitarbeitern
  • Informationen zum Berufsbild Kaufmann/-frau für Dialogmarketing und welche Voraussetzungen dafür wichtig sind

 

  1. Welche Hürden gab es während des Prozesses?

Beim ersten Mal lagen keine Erfahrungswerte vor und es war unklar, ob Schülerinnen und Schüler bereit sind, für den Schnuppertag einen Ferientag zu opfern. Für die Auszubildenden war es ein sehr anspruchsvolles Projekt, denn sie mussten sich intern mit vielen Stellen abstimmen, angefangen von der Gestaltung des Flyers bis hin zum Catering. Außerdem fragten sie bei den Schulen telefonisch an, ob sie für den Schnuppertag werben dürfen.

 

  1. Wie stellen Sie eine langfristige und nachhaltige Zusammenarbeit mit der Schule bzw. den Schulen sicher?

Wir legen großen Wert auf eine langfristige und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern, sind offen für neue Ideen und versuchen so gut wie möglich ihren Wünschen entgegenzukommen. Uns ist es wichtig, dass Bedarf und Angebot aufeinander abgestimmt sind.
Für den generellen Austausch ist der Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT sehr wertvoll. Hier kommen Vertreter der verschiedenen Schulen und Betriebe zusammen, können gemeinsam Ideen generieren und Vorschläge erarbeiten.
Darüber hinaus pflegen wir den direkten persönlichen Kontakt zu Lehrerinnen und Lehrern, laden sie zu uns ins Unternehmen ein und nehmen an schulischen Veranstaltungen in den Schulen teil.

 

  1. Was ist die Resonanz dieses Projektes innerhalb Ihres Unternehmens?

Die Teamleiter des Bereiches Kundenservice (hier werden die Kaufleute für Dialogmarketing schwerpunktmäßig ausgebildet und eingesetzt) sind begeistert. Zum einen über das große Engagement der Auszubildenden bei der Vorbereitung und Durchführung des Schnuppertages und zum anderen vom Feedback der Schülerinnen und Schüler. Besonders freuen wir uns darüber, dass sich viele Teilnehmer im Anschluss daran um einen Ausbildungsplatz bei Hilti bewerben.

 

  1. Welche Tipps würden Sie anderen Unternehmen geben, die ähnliche Projekte planen?

Engagieren Sie ihre Auszubildenden, sie sind die besten Werbeträger! Sie sprechen die Sprache der jungen Menschen und gestalten das Programm zielgruppengerecht, da sie genau wissen, was Schülerinnen und Schüler interessiert und anspricht.

 

 

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