Schreinerei Fleischmann

Posted By Alexander Frede / 2. Dezember 2016 / / Comments are disabled

Fürth
Kategorie: Kleine SCHULEWIRTSCHAFT-Starter – 1. Platz

In der Schreinerei Fleischmann lernen Schülerinnen und Schüler den Bau eines Möbels kennen – vom ersten Bleistiftstrich bis zum fertigen Möbelstück. Wir haben mit dem Schreinermeister und Initiator des Projekts Claus Fleischmann gesprochen:

  1. Was motiviert Sie, sich in der Zusammenarbeit mit Schulen zu engagieren?

Meiner Erfahrung nach werden viele junge Leute in ihren Fähigkeiten unterschätzt, d.h. oft ist Potenzial da, was manch ein Lehrer jedoch nicht sieht bzw. nicht fördert. Hier möchte ich ansetzten, denn ein Talent hat jeder, man muss es nur herausfinden. Darin sehe ich die größte Motivation.

  1. Mit welchem Projekt engagieren Sie sich in den Schulen?

Wir haben jedes Jahr an einer anderen Schule ein Möbelprojekt. Bei uns lernen die Schüler den Bau eines Möbels kennen und bekommen damit auch einen praktischen Einblick in den Beruf des Schreiners. Dafür lassen wir die Schüler selbst entscheiden, was für ein neues Möbelstück in der Schule zum Einsatz kommen sollte, sei es eine Bank für den Schulhof, ein Stehpult oder etwas anderes. Die Jugendlichen schicken dann Entwürfe an unsere Schreinerei, welche wir dann unter Anleitung gemeinsam in die Tat umsetzen.

In der Werkstatt erhalten sie Einblick in die Grundlagen der Fertigung und erlernen verschiedene Formteile auf der CNC-Maschine zu sägen, zu bohren und zu fräsen. Sie kommen dabei mit Materialien wie Edelstahl, Holz, Glas, Metall und Plexiglas in Kontakt, welche die Vielfalt des Schreinerhandwerks widerspiegeln.

  1. Wie haben Sie dieses Projekt entwickelt?

Ich stimme mich dazu direkt mit den Schulen ab. Am Anfang habe ich diese noch einzeln angefragt, mittlerweile hat das Projekt so an Beliebtheit gewonnen, dass einige Schulen schon direkt auf uns zukommen. Mich begeistern vor allem die Nachhaltigkeit und das Engagement der Schüler, sodass wir dieses Projekt mit Freude weiterhin anbieten werden.

  1. Welche Hürden gab es während des Prozesses?

Hier kann ich nichts Nennenswertes finden. Mir sind bisher nur Kleinigkeiten in die Quere gekommen, im Großen und Ganzen liefen alle Projekte reibungslos ab. Da wir pro Projekt nur den Kontakt zu einer Schule pflegen, erleichtert uns dies mit Sicherheit den Prozess.

  1. Was ist die Resonanz dieses Projektes im näheren Umfeld des Unternehmens?

Mittlerweile hat sich das Projekt schon ziemlich herumgesprochen. Selbst der Bürgermeister hat bereits davon Wind bekommen. Durch die positive Resonanz der Schüler sind die Schulen nun auch direkt bemüht, mit uns ein Projekt gemeinsam umzusetzen. Mich macht diese Entwicklung stolz und ich freue mich natürlich besonders über das Interesse am Schreinerberuf.

  1. Welche Tipps würden Sie anderen Unternehmen geben, die ähnliche Projekte planen?

Das wichtigste ist, den jungen Leuten etwas zuzutrauen. Auch ich war anfangs skeptisch, aber bin mittlerweile mehr als überzeugt. Wir bekommen oft sehr viele kreative und innovative Möbelentwürfe, sodass die Entscheidung richtig schwer fällt. Auch in der Werkstatt wird die Motivation der Schüler deutlich. Ich kann es nur nochmal betonen, jeder hat ein Talent, was manchmal nur entdeckt werden muss!

 

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