Siemens AG

Posted By sw_admin / 13. März 2015 / / 0 Comments

München
Kategorie: Große Unternehmen – 2. Platz

Bei Siemens hat die Zusammenarbeit mit Schulen eine lange Tradition – beispielsweise bei lokal verankerten Schulprojekten und den Schoolgames.

Seit über 50 Jahren kooperiert Siemens mit Partnerschulen und vermittelt dabei theoretisches Wissen sowie nützliche Hilfestellungen zur Ausbildung und Berufsorientierung. Im Interview erzählt uns Ruth Schleß (Human Resources, Talent Acquisition, Recruitment Marketing, HR TA RM) genaueres über die Projekte:

  1. Was motiviert Sie, sich in der Zusammenarbeit mit Schulen zu engagieren?

Wir wollen durch die Zusammenarbeit eine Brücke zwischen Schule und Wirtschaft schaffen und die Schülerinnen und Schüler möglichst gut auf das spätere Berufsleben vorbereiten.  Darüber hinaus wollen wir auf die Wichtigkeit von naturwissenschaftlichen Fächern, Deutsch und Englisch hinweisen – und ein Stück weit die Anforderungen von Unternehmen in den Schulen vorstellen.

  1. Mit was für Projekten engagieren Sie sich in den Schulen?

Unser Angebot ist sehr breit gefächert: Mit Angeboten wie Berufsinformation und Bewerbertrainings bis hin zu spezifischen Fachvorträgen und überfachlichen Angeboten wie „Knigge-Workshops“, Projektmanagement und z.B. Wettbewerben (im letzten Jahr haben wir einen „Werner-Wettbewerb“ unserer Namensträgerschulen ausgelobt) versuchen wir, Wissen und Know-how aus dem Unternehmen an Schulen zu bringen. Ganz intensiv betreiben wir unsere Aktivitäten mit unseren Siemens Partnerschulen (momentan 93 Schulen in ganz Deutschland), mit denen wir jeweils ein eigens auf sie zugeschnittenes Programm jedes Jahr aufsetzen (siehe auch hier).

  1. Auf welche Aktivtäten sind Sie besonders stolz?

Ganz besonders stolz sind wir darauf, dass 18 unserer Werner-von-Siemens-Schulen sich bei unserem Wettbewerb zum 200. Geburtstag von Werner von Siemens mit großem Einsatz und Begeisterung beteiligt haben. So wurden die Schulen dazu aufgerufen, sich mit unserem Firmengründer und ihrem Namensgeber Werner von Siemens auseinanderzusetzen und eine Collage, Bild oder ähnliches von seiner Bronze-Büste anzufertigen, die bei den Schulen in der Aula steht und kurz zu schildern, wie und ob der Namensgeber im Schulalltag eine Rolle spielt. Die große Resonanz und die tollen Ergebnisse aus dem Wettbewerb haben uns absolut begeistert und überwältigt. So haben einige Schulen ganze Schulprojekte aus dem Wettbewerbs-Aufruf entwickelt und so auch Schülerinnen und Schüler dazu motivieren können, sich mit dieser bemerkenswerten Persönlichkeit auseinanderzusetzen.

  1. Wie haben Sie dieses Projekt entwickelt, d.h. wie sind Sie innerhalb des Unternehmens grob vorgegangen und wen haben sie dabei einbezogen (Kollegen, Lehrer, Schüler usw.)?

Unser Partnerschulprogramm haben wir vor gut 25 Jahren in dieser Form entwickelt und seither  stetig weiterentwickelt. Mittlerweile befinden wir uns im „eingeschwungenen Zustand“ und sind mit den Kooperationen sehr zufrieden.

  1. Welche Hürden gab es während des Prozesses?

Die generelle Hürde für Schulprojekte ist immer das Thema Ressource (Mitarbeiter und Geld) – d.h. es ist nicht immer einfach, Fürsprecher für Schulprojekte zu finden, bei denen der „Gewinn“ weder messbar noch nachvollziehbar und gleichzeitig sehr zeitaufwändig ist.

  1. Wie stellen Sie eine langfristige und nachhaltige Zusammenarbeit mit der Schule bzw. den Schulen sicher?

Unser Siemens Partnerschulprogramm ist langfristig ausgerichtet, d.h. wir gehen eine Kooperationsvereinbarung mit den Schulen ein, die wir durch die jährliche Maßnahmen-Planung mit Leben füllen. Ganz wichtig dabei sind die handelnden Personen, d.h. sowohl auf Schul- und Unternehmensseite müssen Verantwortliche gefunden werden, die das Programm aktiv gestalten.

  1. Was ist die Resonanz dieses Projektes innerhalb ihres Unternehmens?

Die Zusammenarbeit mit Schulen steht bei der Siemens AG in sehr langer Tradition und einige Schulpartnerschaften bestehen schon seit knapp 100 Jahren. Die Schularbeit ist im Unternehmen als fester Bestandteil unserer Bildungsarbeit verankert.

  1. Welche Tipps würden Sie anderen Unternehmen geben, die ähnliche Projekte planen?

Den Unternehmen muss klar sein, dass Schulprojekte Zeit, Ausdauer, Arbeit und auch ein wenig Geld kosten – d.h. zuerst muss die Ressourcenplanung erfolgen und dann natürlich die Überlegung, was so ein Projekt bewirken soll, sprich welches Ziel verfolgt wird.

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